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V2: Kreativ, bunt und vielfältig: Lebendige Kunst und Kultur sind Brandenburgs Zukunft!

Achtung: dies ist eine alte Fassung; die aktuelle Fassung gibt es hier:
V2neu - Kreativ, bunt und vielfältig: Lebendige Kunst und Kultur sind Brandenburgs Zukunft!
Veranstaltung: 36. ordentliche Landesdelegiertenkonferenz Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg
AntragsstellerIn: LAG Kultur
Status: Modifiziert
Entschieden am: 05.11.2015
Eingereicht: 09.10.2015, 22:29 Uhr

Antragstext

2Brandenburg hat genug abgebaut!
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3Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist der Anteil der Ausgaben für Kultur am
4Gesamtetat des Landes bescheiden. Die Kulturausgaben des Landes Brandenburg
5zählen zu den niedrigsten in ganz Deutschland. Der Etat für 'Kultur und Kirchen'
6umfasst ungefähr 0,78 Prozent des Landeshaushaltes, im Durchschnitt der Länder
7beträgt er dagegen 1,8 Prozent. Pro Kopf und Jahr gibt Brandenburg nur 96 Euro
8für Kultur aus, im Vergleich zu Sachsen, das 165 Euro investiert oder Berlin mit
9188 Euro. 56 Prozent der Kulturausgaben werden in Brandenburg von den Kommunen
10getragen und sind dort - weil freiwillig - jederzeit streichbar.
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11In den Neunziger Jahren und um die Jahrtausendwende wurden Kultureinrichtungen
12im ganzen Land großflächig abgewickelt und die Theaterlandschaft
13umgebaut.Inzwischen ist immerhin erreicht, dass der Kulturetat im Haushalt nicht
14weiter ausgedünnt wird. Auch wenn die Schuldenbremse näher rückt und das Land ab
152019 keine neuen Schulden mehr machen darf, werden wir Bündnisgrünen uns dafür
16einsetzen, dass an der Kulturförderung nicht weiter gespart wird. Die Ziele und
17Schwerpunkte der „Kulturpolitischen Strategie des Landes Brandenburg“
18unterstützen wir im Grundsatz.
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19Die Frage nach Finanzierung und Fördermitteln ist ein Schwerpunkt der
20Kulturpolitik, oder besser: der Politik für die Kultur. Uns ist bewusst, wie
21weitläufig Kultur als Handlungsfeld ist, gerade bei einem offenen Ansatz. Darin
22sehen wir jedoch die Stärke des kulturellen Sektors in Brandenburg. Wir wollen
23hin zu einer stärkeren Verbindung von Querschnittsthemen, von ganz
24unterschiedlichen Themenfeldern und Menschen. Wir wollen Kultur in der Fläche
25sichtbar halten und für alle den Zugang zu Theater, Tanz, Oper, Musik, Bildender
26Kunst oder zu Museen erhalten bzw. ermöglichen.
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27Wir treten ein für faire Bedingungen und Chancen für den Kreativmarkt. Prekäre
28Situationen, der bürokratische Kampf und die Konkurrenz um Fördermittel
29entsprechen nicht unserem Ideal, wie Kultur sich entfalten kann. Als Bündnis
3090/Die Grünen wissen wir jedoch, dass Kulturetats immer zu klein wirken und
31Kulturbetriebe schnell als zu teuer gelten.
22.10.2015, 11:06 Uhr

Kommentar von Martina Heyden

Kultur braucht Raum und Förderung um sich unabhängig von wirtschaftlichen Interessen entwickeln zu können. Neben der Förderung der sogenannten "Hochkultur" ist es auch wichtig, die Kleinkunst zu unterstützen die den abgelegenen ländlichen Raum mit Kultur "versorgt". Hier sind Aktionen wie z.B. "Kindertheater des Monats" denkbar, um mit finanzieller Unterstützung auch in kleinen Kindertageseinrichtungen auftreten können.
Um aus der prekären Situation herauszukommen, ist ein Grundeinkommen für Kulturschaffende eine wünschenswerte Utopie. Das gilt dann für selbständige, auf Honorarbasis arbeitende sowie für festangestellte Kulturschaffende die mitunter hart an der Grenze zur Selbstausbeutung arbeiten. Als Bündnisgrüne ist es uns wichtig, keinen Bereich der Kultur, sei er auch noch so klein, außen vor zu lassen.

Begründung: Die Zeilen 27 bis 31 sind in ihrer Aussage zu allgemein formuliert. Man kann sich nicht so recht vorstellen, wer damit genau gemeint ist.
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32Sie rentieren sich scheinbar nicht so wie Technologie- und Wirtschaftsförderung,
33dabei sind sie wichtige und langfristige Investitionen in die Gesellschaft, die
34Bildung unseres Landes und seiner BewohnerInnen. Die kulturelle Vielfalt kann
35harte wirtschaftlichen Fakten liefern: sie ist für Brandenburgs
36Tourismusregionen mit ihren Besonderheiten bedeutsam, qualitätvolle Bildungs-
37und Kulturangebotsstrukturen wie auch örtliche Baukultur sind Faktoren, die in
38Fragen von Weg- oder Zuzug positiv ausstrahlen, Denkmalpflege sichert
39kompetenten Fachhandwerkern ihr Auskommen. Nicht nur durch diese Verknüpfung
40schaffen kulturelle Träger und Einrichtungen einen beachtlichen Teil von
41Arbeitsplätzen, auch und gerade in strukturschwachen Regionen. Wir möchten in
42der Brandenburger Kulturlandschaft Akzente setzen und die teils versteckten
43Stärken der Brandenburger Kultur sichtbar unterstützen.
22.10.2015, 11:15 Uhr

Kommentar von Martina Heyden

Bitte korrigieren- Die kulturelle Vielfalt kann
harte wirtschaftliche Fakten liefern...
qualitätsvolle Bildungs-...

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44Brandenburgs gewachsenene Kulturinfrastruktur darf nicht weiter Ziel von
45Sparmaßnahmen, verzögerten Investitionen und Konkurrenzort bei der
46Mittelverteilung sein. Auch bei angespannten Haushaltslagen steht für uns fest:
47Eine kaputtgesparte Kulturlandschaft kann keine anregenden Impulse zurück in die
48Gesellschaft geben, sie verleitet vielmehr dazu den gegenteiligen Eindruck zu
49erlangen.
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50Das jetzt etablierte Netz der Theater-, Orchester- und Museumslandschaft ist
51immerhin ein Aushängeschild für das Kulturland Brandenburg und sollte mit seiner
52Arbeit stärker in die Fläche strahlen wie auch bundesweite Beachtung finden. Um
53ihre Kulturangebote für die Zukunft zu sichern, brauchen die jetzt
54hochverschuldeten kreisfreien Städte in der Zukunft mehr Landesmittel für die
55Kulturförderung, unabhängig von den möglichen Veränderungen durch eine
56Kreisgebietsreform.
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57In den kleinen Gemeinden sieht die Situation noch ungünstiger für ein
58kulturelles Leben sowie für Kulturschaffende aus. Neben einer soliden
59Finanzierung der kommunalen Haushalte ist es für uns eine der drängenden und
60spannenden Zukunftsfragen, ob Kulturförderung eine kommunale Pflichtaufgabe
61werden sollte.
22.10.2015, 11:29 Uhr

Kommentar von Martina Heyden

In den kleinen Gemeinden sieht die Situation für kulturelle Einrichtungen sowie für Kulturschaffende noch ungünstiger aus. Daher stellt sich die Frage, ob die Kommunen nicht mit finanzieller Unterstützung des Landes die Förderung der Kultur
zu einer Pflichtaufgabe machen sollten. Diese sollte auch im Falle eines Haushaltssicherungskonzeptes gewährleistet sein.

Begründung: Gerade kleine Gemeinden brauchen Kultur, um Abwanderung zu begrenzen, bzw. Zuzug zu fördern.
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62Ganz unabhängig davon sind wir von Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg
63begeistert und dankbar für das enorme Engagement von KünstlerInnen,
64Kulturinteressierten und vielen anderen in den Kommunen. Die Arbeit dieser
65ehrenamtlichen Netzwerke ist für Außenstehende nur zu erahnen.
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66Trotz klammer Kassen zeigt sich in vielen Orten, dass einiges erreicht werden
67kann, wenn das lokale Engagement unterstützt wird. Kunst-, Kultur-, Geschichts-
68und Heimatvereine brauchen unbürokratischen Zugang zu Ausstellungs- und
69Veranstaltungsräumen. Durch Einbindung von Projektideen in die lokalen
70Strukturen erreicht Kultur die ländlichen Räume. Im Rahmen von
71Tourismusförderung und dem Erhalt von Dörfern sind diese Formen der
72Kulturförderung keine bloßen Kostenposten, sondern sinnvoll eingesetzte Mittel
73mit lokaler Wirkung. Nicht zuletzt braucht es vielerorts eine bessere
74Anerkennungskultur, um das vielfältige ehrenamtliche Engagement wertzuschätzen.
75Ein aktives Kulturleben verbindet die Menschen mit ihren Dörfern!
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76Herausforderungen als Chance Begreifen – Kultur prägt Brandenburg
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77Wir von Bündnis 90/Die Grünen wollen in Brandenburg Kulturschaffende auf allen
78Ebenen stärken und Kultur in der Fläche erlebbar halten. Dazu wollen wir
79folgende Schwerpunkte setzen und werden im kommenden Jahr unsere Konzepte
80detailliert vorlegen:
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81· Wir wollen die „Kulturelle Bildung“ in ihrer umfassenden Breite in der Fläche
82verankern, so dass insbesondere alle SchülerInnen mit der Vielfalt von Kultur –
83am besten auch aktiv - in Kontakt kommen.
22.10.2015, 11:49 Uhr

Kommentar von Martina Heyden (KV Potsdam-Mittelmark)

Wir wollen die "kulturelle Bildung" in der Fläche verankern, so daß die Kindertageseinrichtungen und Schulen mit der Vielfalt von Kultur in Kontakt kommen können.
Begründung: Kulturelle Bildung sollte nach Möglichkeit schon in Kindertageseinrichtung angeboten werden
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84· Das Wirken von kulturellen Einrichtungen der Zentren (v.a. Theater, Orchester,
85Museen, u.a.) in die Regionen wollen wir fördern, stärken und praktisch
86umsetzen.
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87· Wir verstehen Denkmale als historische Kulturleistungen und gesellschaftliches
88Gedächtnis, die Identität stiften. Diese wollen wir – von der kleinen Dorfkirche
89bis zu großen Parkanlagen, vom Monument bis zum Bodendenkmal – als „Denk-Male“
90zusammen mit anderen Orten der Erinnerung erhalten, zugänglich lassen und besser
91in öffentliche Bewusstsein vermitteln.
22.10.2015, 11:56 Uhr

Kommentar von Martina Heyden (KV Potsdam-Mittelmark)

Bitte Zeile 91 korrigieren - und besser in das öffentliche Bewusstsein...
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92· Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor in Brandenburg, vom Tourismus, über
93Bauwirtschaft und Handwerk bis zum großen Bereich der Kreativwirtschaft. Hier
94wollen wir mehr Querschnittsdenken und –handeln, mehr kooperatives Miteinander
95auch bei Verwaltungen und Bauaufsichten und wir sehen Handlungsbedarf beim
96Zugang und der Entbürokratisierung von Förderprogrammen.
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97· Brandenburg war schon immer ein Einwanderungsland und Brandenburg ist
98Grenzland. Entsprechend sind bei unserer Kulturarbeit sowohl die
99grenzüberschreitenden wie auch die multikulturellen Ansätze deutlicher in den
100Focus zu nehmen und entsprechende Schwerpunkte zu setzen.
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101· Wir wollen Kultur als gemeinnütziges und multikulturelles Medium stärken.
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